Klaras Hürden-Gala in Hannover

Zum Auftakt des Leichtathletik-Jahres 2026 fuhren Klara Stockhaus und Charlotte Hagen zu einem Hallensportfest nach Hannover. Im dortigen Sportleistungszentrum trafen 700 Teilnehmer aus 7 Bundesländern aufeinander und sorgten für einen stark besetzten Wettkampf. Für unsere Mädels diente dieser Trip als Formaufbau für die anstehenden Hallenmeisterschaften. Vor allem Klara wollte nach gesundheitlichen Rückschlägen im Spätherbst ihren Ist-Zustand checken. Die Hoffnung war, dass die
Krankheiten nicht allzu großen Schaden angerichtet haben würden.
Allen Umständen zum Trotze legte Klara gleich mächtig gewaltig los. Über die 60 m Hürden der AK 15 gewann sie mit der für ihre Verhältnisse außerirdischen Zeit von 8,94 s. Die Konkurrenz war perplex. Mehrere geschlagene Mädels und deren Trainer fragten, wer Klara ist, wo Bad Langensalza liegt, was „Empor“ bedeutet und wie wir unser Training gestalten. Im Finale über die 60 m flach sprintete Klara wieder allen weg, und erneut blieb die Uhr bei einer Traumzeit stehen: 7,97 s – erstmals unter 8,0.
Zum Abschluss dieses Marathon-Tages „hüpfte“ sie dann noch abends um sieben im 6. Durchgang mit 5,08 m auf Rang 3 im Weitsprung. Die Hürden-Gala aber war der Reißer. Alter Schwede! Da musst du die Mütze abnehmen und dich verneigen. Unsere zweite Starterin Charlotte (AK 14) meisterte die neuen Hürden-Abstände der U 16 auf Anhieb in einem flüssigen 4er-Rhythmus und einer guten Zeit von 11,33 s.
Über die 60 m flach (9,16 s) fehlten ein paar Hundertstel zur Bestzeit, über die 800 m blieb sie in 2:44 min ein paar Zehntel über ihrer PB. Trainer Ronald Schulze vergab 10 von 10 möglichen Punkten für den Wettkampf: „Die Mädels haben mal eine neue Leichtathletik-Halle und neue Gegnerinnen kennengelernt. Die Organisation war nah an der Perfektion. Und was Klaras Leistungen angeht: In der Nacht von Samstag auf Sonntag habe ich vor lauter Freude und Rest-Adrenalin null Schlaf gefunden. Diese Klara ist ein Mädchen aus Gold. Sie wird nicht immer Gold gewinnen. Aber ihr Herz ist aus Gold, ihre Beine sind aus Gold, ihr Sprinter-Muskel ist aus Gold. So etwas begleiten zu dürfen, da geht nichts drüber, nichts auf dieser Welt geht da drüber!“

So hoffnungsvoll, wie das neue Jahr begann, so erfolgreich endete das alte. Für den 6. Dezember hatte die laufbegeisterte Familie Schmied aus Henningsleben offenbar das Podest gemietet. Über die 4-km-Distanz des Erfurter Silvesterlaufes kam Lucie nach 14:21 Minuten zum zweiten Mal nach 2024 als schnellste Frau des gesamten Feldes über die Ziellinie. Ruben belegte Rang 3 in der U 14-Wertung. Papa Torsten wollte seine Kinder nicht alleine „da oben“ stehen lassen: Er legte unterwegs einen Zahn zu und durfte als Dritter seiner Altersklasse ebenfalls aufs Treppchen klettern.
Die große, der kleine und der „alte“ Schmied sind alle auch bei der Feuerwehr ihres Heimatortes aktiv. Also für den Fall der Fälle, die sind so schnell, da brennt nichts an. Und unser Neuzugang Merle Topf aus Westhausen eiferte ihrem Vorbild Lucie nach und gewann die Gesamtwertung des 2-km-Kinderlaufes.

