Ruben, der kleine Zauberer


Veröffentlicht am 19. Januar 2026 von Alexander Süß

Am 17. Januar 2026 begann für die Leistungsgruppe der Leichtathleten des SV Empor wieder der Ernst des Wettkampf-Lebens: In Erfurt standen die ersten Hallen Landesmeisterschaften auf dem Programm. Den Anfang machten Charlotte Hagen und Klara Lachmund über die 3.000 m der AK 14. Charlotte steigerte ihre Bestzeit um 10 Sekunden auf 12:01 min und wurde gute Vierte. Klara lief sogar 20 Sekunden
schneller als zuletzt in Dingelstädt und wurde Sechste (12:41 min). Franka Puderbach (U 18) fabrizierte im 60-m-Sprint einen denkbar schlechten Start und rannte dennoch zur Bestzeit (8,68 s) – wie sie das machte, ist ein Rätsel, aber wir nehmen es gerne so mit. Im Weitsprung blieb Franka mit 4,49 m unter ihren Möglichkeiten, trotzdem war sie im Endkampf dabei und wurde gute Siebente.

Ein Riesenkompliment ihres Trainers Ronald Schulze verdient sich Lucie Schmied. Parallel zu ihrem enormen Schulstress absolviert sie ihr tägliches Training. Eisglätte und Schneeverwehungen bei ihren Dauerläufen rund um Henningsleben können sie nicht aufhalten. Auch bei ihren Tempoläufen im Stadion ist es nicht gerade warm und gemütlich. Lucie belohnte sich bei den 3.000 m der U 18 in Erfurt mit der Steigerung ihrer Hallenbestzeit um 20 Sekunden auf 10:16 min und ihrem insgesamt 22. Titel.

Damit erfüllte sie außerdem die Norm für die Deutschen Hallen-Meisterschaften der U 20, die Ende Februar in Sindelfingen stattfinden. Unbedingt erwähnt werden muss, dass die Freundin von Lucie, Victoria Dul, einen überragenden Job als Kampfrichter Helferin machte. Die Organisatoren lobten sie zurecht in den Himmel. Eine Woche zuvor war ein Großteil der Leistungsgruppe beim Hallenmeeting des
Thüringer Leichtathletik-Verbandes am Start. Dabei erwischte Ruben Schmied einen sehr guten Tag. Gleich zu Beginn wurde er völlig überraschend Zweiter im Hürden Sprint. Überraschend deshalb, weil er bei den neuen Hürden-Höhen und -Abständen auf Anhieb einen 3er-Rhythmus aus dem Hut zauberte. Der Trainer sagt immer, „ich kann nicht zaubern“ – Ruben konnte es. Einmal im Flash, ließ „der kleine Mann“ im 60-m-Sprint gleich noch einen 2. Platz folgen. Und zum Ende des Tages gewann er, hier allerdings erwartungsgemäß, die 800 m der AK 12 in 2:29,09 min.

Einen weiteren Sieg beim Hallenmeeting steuerte Klara Stockhaus in der AK 15 im Sprint in 8,02 s bei. Sie gewann hauchdünn vor Maxima Minchella vom LC Jena. Mit 9,04 s über die 60 m Hürden bestätigte Klara ihre Super-Leistung von Hannover, nur war der Einlauf jetzt umgekehrt: Die aufstrebende Jenenserin lief noch ein bisschen schneller. Franka Puderbach konnte sich über 4,72 m im Weitsprung ebenso freuen wie Lena Richter, die im Kugelstoßen die 7-m-Marke übertraf (7,16 m). Einen guten Eindruck hinterließen auch Marie Trübenbach und unser Neuzugang aus Schlotheim, Aaron Fernschild, bei seinem Wettkampf-Debüt mit 2:20,7 min auf der Mittelstrecke.

Beim traditionellen Bambino-Sportfest des ASV Erfurt konnten sich Merle Topf und Franz Himpel (beide AK 11) in fast all ihren Disziplinen (Sprint, Weit, 800 m) gut entwickeln. Franz gewann die 800 m in 2:41 min, Merle wurde in 2:55 min Vierte.